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Berufsunfähigkeitsversicherung

Beiträge können erheblich steigen

Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen ist zwischen dem Brutto- und dem Nettobeitrag zu unterscheiden. Was dahinter steckt und wie sich Verbraucher vor Preiserhöhungen schützen.
Die eigene Arbeitskraft ist das größte Kapital. Nach Ansicht der Experten vom Bund der Versicherten (BdV) gehört der finanzielle Schutz bei Berufsunfähigkeit (BU) mit zu den wichtigsten Versicherungen. „Deshalb sollte jeder so früh wie möglich und bei guter Gesundheit eine Police abschließen“, rät Bianca Boss vom BdV.

Beitragsstruktur
der  Berufsunfähigkeitsversicherung prüfen
Vor einem Vertragsabschluss sollte man jedoch neben dem Prüfen des Leistungskatalogs auch einen genauen Blick auf die Beitragsstrukturen werfen. Neuverträge in der BU-Versicherung werden oft mit günstigen Nettoprämien beworben. Doch dieser günstige Beitrag ist für die Vertragslaufzeit keineswegs garantiert. Wichtig ist der relevante Bruttobeitrag, bis zu dem der Versicherer rechtlich den Beitrag erhöhen kann und zwar ohne dass sich das Leistungsvolumen ändert. So erhöhte der Münchner Versicherer WWK vor zwei Jahren die Nettoprämien um teilweise bis zu 40 Prozent. Am stärksten betroffen waren akademische sowie kaufmännische Berufe.

Der Bruttobeitrag ist die vertraglich festgelegte Prämie, die für den Versicherungsschutz kalkuliert wurde. Tatsächlich ist der günstigere Zahl- oder Nettobetrag fällig. Dieser errechnet sich, nachdem vom Bruttobeitrag die vom Versicherer erwirtschafteten Überschüsse abgezogen worden sind. Wirtschaftet der Versicherer schlechter als erwartet, fallen die Überschüsse geringer aus und der Zahlbeitrag kann in Richtung Bruttobeitrag steigen.

Brutto- und Nettobeitrag  sollten sicht zu weit auseinanderliegen
Laut Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg sollte daher die Spanne zwischen beiden Werten nicht mehr als 30 Prozent betragen. Ist ein größeres Missverhältnis zu erkennen, stellt sich die Frage nach der Kalkulation des Anbieters. Marktvergleiche im Januar 2020 zeigen hier zum Teil deutliche Differenzen zwischen beiden Werten, mit möglichen teuren Auswirkungen für die Versicherten. In einem sehr guten Brutto-Netto-Verhältnis stehen zurzeit die Hannoversche, die Alte Leipziger oder die Allianz. Canada Life garantiert sogar keine Beitragserhöhung während der gesamten Laufzeit.
von Fritz Himmel, biallo.de
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