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Versicherungsschutz

Wichtige Vertragsklauseln bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kann es auf Details ankommen. Einige übliche Knackpunkte sollten Verbraucher vor ihrer Unterschrift unbedingt prüfen.
Verträge einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sind voller komplizierter Klauseln. Neben den notwendigen Mindestanforderungen für einen guten BU-Schutz finden sich dort im Kleingedruckten oft wichtige Regeln, die man dringend beachten sollte. „Ganz entscheidend sind bei diesem Versicherungsschutz die Bedingungen, denn die Auszahlung der Rente im Ernstfall ist meist an viele Vorgaben gekoppelt“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten.

Unter anderem gilt es, folgende Punkte vor einer Vertragsunterschrift im Blick zu haben:

Umorganisationsklausel
: Sie betrifft vor allem Selbstständige und Geschäftsführer. Diese sind dadurch verpflichtet, ihren Betrieb auf eigene zumutbare Kosten so umzugestalten, damit sie auch mit gesundheitlichem Handicap zu mehr als 50 Prozent dort in einer angemessenen Position weiterarbeiten können. So steht es sinngemäß meist im Kleingedruckten. Doch damit ist die Berufsunfähigkeitsrente in Gefahr. Zu prüfen ist hier der genaue Wortlaut und die unterschiedlichen Auslegungen der Versicherer.

Arztanordnungsklausel: Sie gibt dem Versicherer das Recht, den Versicherten zur Durchführung einer ärztlichen Behandlung oder Therapie zu verpflichten. Oft wird auch der Arzt vorgeschrieben. Die Klausel beinhaltet meist schwammige Formulierungen. So ist in den Vertragsbedingungen von "zumutbaren" Behandlungen die Rede. Doch was hält der Versicherer für zumutbar, wenn er nicht leisten will? Faire Tarife verzichten darauf.

Nachversicherungsgarantie: Für jüngere Versicherte ist eine Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung ein wertvoller Vertragsbestandteil. Sie erlaubt eine spätere Anpassung der Versicherungssumme. „Das kann bei bestimmten Ereignissen wie einer Hochzeit, der Geburt eines Kindes oder dem Erwerb einer Immobilie notwendig sein“, sagt Boss. Auch ist zu bedenken, dass zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses eine BU-Rente von 1.500 Euro ausreichen kann. In 20 Jahren aufgrund veränderter Lebensumstände nicht mehr.

Prognosezeitraum: Je kürzer dieser im Vertrag definiert ist, desto schneller wird die BU-Rente im Leistungsfall ausgezahlt.
von Fritz Himmel, biallo.de
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