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Geldanlage

Höhere Tagesgeldzinsen durch Neukundenangebote

Wer häufiger das Tagesgeldkonto wechselt, kann seine Zinsbilanz aufbessern. Aktuell können Sparer bis zu 0,60 Prozent Zinsen kassieren. Manche Anbieter locken zudem mit Neukundenvorteilen und Zinsgarantien.
Die Niedrigzinsphase lässt sich nicht schön reden. Viele Geldhäuser zahlen überhaupt keine Tagesgeldzinsen mehr oder berechnen für höhere Anlagesummen sogar Negativzinsen. Das Tagesgeld der ING – einst Vorreiter und Klassiker unter den Tagesgeldkonten – ist für Neukunden gar komplett vom Markt verschwunden. Nachdem die Onlinebank bereits Ende 2019 den Tagesgeldzins auf 0,001 Prozent pro Jahr senkte, bietet die ING ihr Tagesgeldkonto nun nur noch Bestandskunden an.

Der Biallo-Index für Tagesgeld – ein Durchschnittswert aus 71 Angeboten – notiert aktuell bei 0,11 Prozent. Ein alsbaldiger Zinsanstieg ist nicht in Sicht. Es gibt jedoch weiterhin Anbieter, die ein Vielfaches an Zinsen bieten als der Durchschnitt. Das zeigt ein Blick in den Biallo-Tagesgeld-Vergleich. Oft sind dies Angebote, um neue Kunden zu gewinnen. Sogenannte Neukundenangebote. Neben dem meist überdurchschnittlichen Zins haben sie in der Regel einen weiteren Vorteil: Sie sind meist mit einer Zinsgarantie verbunden. Der Zinssatz kann während dieser Garantiezeit nicht sinken.

Neukundenangebote im Überblick

Renault Bank Direkt: Das höchstverzinste Neukundenangebot im Biallo-Tagesgeld-Vergleich stammt von der Renault Bank Direkt. Ihr Neukunden-Aktionszins in Höhe von 0,55 Prozent pro Jahr ist für sechs Monate festgeschrieben und gilt für Anlagen bis 500.000 Euro. Für Beträge darüber erhalten Neukunden bei dem französischen Geldhaus 0,15 Prozent. Ab dem siebten Monat werden Anlagen bis 500.000 Euro mit dem variablen Zinssatz von aktuell 0,25 Prozent verzinst, Einlagen darüber mit 0,15 Prozent. Es gilt die französische Einlagensicherung.

Advanzia: Das luxemburgische Geldhaus bietet einen Neukundenzins von 0,40 Prozent für drei Monate garantiert. Der Bestandskundenzins beträgt aktuell 0,25 Prozent pro Jahr.
Wichtig zu wissen: Da die Bank ihren Sitz in Luxemburg hat, ist die Einrichtung eines Freistellungsauftrags nicht möglich. Anleger müssen sich selbst um die Versteuerung ihrer Zinsgewinne kümmern.

Bank 11: Die auf die Finanzierung im KFZ-Handel spezialisierte Bank mit Sitz im nordrhein-westfälischen Neuss offeriert einen Neukundenzins von 0,40 Prozent. Der Zinssatz gilt für Anlagen bis 100.000 Euro und ist garantiert bis zum 8.11.2020.

Südtiroler Sparkasse: Tagesgeld-Neukunden erhalten hier 0,20 Prozent für drei Monate garantiert – danach gilt der variable Standardzins von aktuell ebenfalls 0,20 Prozent pro Jahr. Abgesichert sind Einlagen über die italienische Einlagensicherung.

Barclays: Hier liegen Tagesgeld-Sparer immer konstant 0,10 Prozentpunkte über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB-Leitzins derzeit bei 0,00 Prozent). Aktuell bekommt man für sein Tagesgeld als Neukunde daher 0,10 Prozent, für zwölf Monate garantiert. Es gibt keine Mindestanlagesumme.

Gut zu wissen: Sparer sollten vor dem Eröffnen eines Tagesgeldkontos bedenken: Zwar sind innerhalb der Europäischen Union Spargelder bis zu einer Höhe von 100.000 Euro je Anleger abgesichert, allerdings ist nicht jedes Sicherungssystem auf dem gleichen Niveau, denn der jeweilige Staat ist der Garant für die Einlagensicherung. So bewertet die renommierte Ratingagentur Standard & Poor's zum Beispiel die Finanzstabilität Italiens mit BBB, also durchschnittlich. Deutschland, Luxemburg, die Niederlande und Schweden haben hingegen die Bestnote AAA erhalten, Frankreich immerhin AA. Estland wurde mit AA- bewertet und Spanien mit A.

Überdurchschnittliche Tagesgeldzinsen für alle Kunden

Neukundenangebote sind nicht zwangsläufig höher verzinst als Angebote für Bestandskunden. Einige Banken machen keinen Unterschied zwischen Neu- und Altkunden. Sie zahlen allen Sparerinnen und Sparern die gleichen Zinsen. Das gilt etwa für die estnische Bigbank, die ihr Tagesgeld derzeit mit 0,60 Prozent pro Jahr verzinst. Allerdings hat sie eine Zinssenkung auf 0,45 Prozent zum 14. Oktober 2020 angekündigt. Bei der französischen My Money Bank gibt es ebenfalls nur einen Zinssatz von 0,370 Prozent für alle Kunden. Neukunden profitieren hier allerdings von einem Willkommensbonus, dessen Höhe sich nach der Anlagesumme richtet. So gibt es für Beträge zwischen 5.000 und 9.999 Euro zehn Euro Bonus, bei 10.000 bis 24.999 Euro sind es 25 Euro. Maximal können Neukunden einen Bonus von 100 Euro für Anlagebeträge ab 80.000 Euro erhalten. Voraussetzung: Das Geld muss mindestens vier Monate lang auf dem Konto bleiben. Wichtig: Es handelt sich hierbei nicht um ein gewöhnliches Tagesgeld, denn Ein- und Auszahlungen sind hier nur zweimal im Monat möglich.

Die niederländische Leaseplan Bank zahlt aktuell 0,35 Prozent Tagesgeldzins für Neu- und Bestandskunden. Die spanische Openbank bietet stattliche 0,50 Prozent Tagesgeldzinsen pro Jahr – Voraussetzung ist allerdings, dass Kunden zusätzlich ein kostenloses Openbank-Girokonto eröffnen.

Selbst ein kleines Zinsplus ist besser als keines. Der Aufwand für einen Kontowechsel hält sich in Grenzen. Danach arbeiten dann die Ersparnisse von ganz alleine.
von biallo.de
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